Land unterstützt Regionalentwicklung mit 95 Millionen Euro

Von dpa
Birgit Honé (SPD) und Olaf Lies (SPD) sprechen.
Birgit Honé (SPD) und Olaf Lies (SPD) sprechen. Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Hannover - Nach dem Vorbild des Südniedersachsenplans startet die Landesregierung ein Förderprogramm, das die Attraktivität des ländlichen Raums steigern soll. Für das Programm „Zukunftsregionen“ sind bis 2027 rund 95 Millionen Euro aus EU-Mitteln vorgesehen, teilte das Regionalministerium in Hannover am Dienstag mit. Gefördert wird die Zusammenarbeit von mindestens zwei Landkreisen oder Städten auch mit weiteren Regional- und Wirtschaftsakteuren im Bereich Klimaschutz, demografischer Wandel und Digitalisierung. Zentrales Anliegen sei die langfristige Sicherstellung attraktiver Lebensverhältnisse in allen Teilen Niedersachsens, sagte Regionalministerin Birgit Honé.

Ziel des Förderprogramms ist es, die Regionalpolitik zu stärken und mit der Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg Wachstums- und Entwicklungsimpulse zu setzen. Mögliche Themenfelder sind Innovationsfähigkeit, Kreislaufwirtschaft, biologische Vielfalt und funktionierende Naturräume, der Wandel der Arbeitswelt, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe, Gesundheitsversorgung und Pflege sowie Kultur und Freizeit. Kommunen können bis Ende September Interesse anmelden, im kommenden Sommer sollen dann Konzepte vorliegen, deren Umsetzung im Herbst 2022 startet. Die Zahl und der Zuschnitt der „Zukunftsregionen“ hängen von den Bewerbungen und ihrer Qualität ab.

Das Förderprogramm knüpft an die überwiegend positiven Ergebnisse des 2015 noch von der rot-grünen Landesregierung angeschobenen Südniedersachsenplans an. Eine 100 Millionen Euro-Finanzspritze ebenfalls aus EU-Geldern wurde der strukturschwachen Region damals verabreicht, um landkreisübergreifende Projekte zur Regionalentwicklung anzuschieben. „Unser Südniedersachsenprogramm stellt immer wieder unter Beweis, wie gemeinsame Projekte wirksame Impulse für die strukturelle Stärkung von Regionen geben können“, sagte Honé.