Landesschülerrat: Schüler bevorzugt impfen

Von dpa
Eine Spritze mit einem Corona-Impfstoff wird aufgezogen.
Eine Spritze mit einem Corona-Impfstoff wird aufgezogen. Federico Gambarini/dpa/Symbolbild

Schwerin - Der Landesschülerrat in Mecklenburg-Vorpommern hat eine bevorzugte Impfung von Jugendlichen in den nächsten Wochen gefordert, um ihnen ein normales neues Schuljahr zu ermöglichen. Schüler ab einem Alter von 16 Jahren, für die bereits Impfstoff zugelassen ist, müssten bereits jetzt in der Impfreihenfolge priorisiert werden, verlangte das Gremium am Mittwoch. Sobald es eine Zulassung für Jüngere gebe, müssten auch sie ein bevorzugtes Impfangebot bekommen.

„Über 15 Monate befanden sich Schüler im Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzlernen und immer noch ist es unsicher, wie das nächste Jahr gestaltet werden kann“, erklärte der Vorsitzende des Landesschülerrates, Anton Fischer. „Wir sind es, denen das Recht auf ordentliche Bildung über Monate genommen wurde.“ So gut wie alle Schüler hätten ihren Alltag stark eingeschränkt, um ihre Familie und sich selbst zu schützen. „Nun aber werden wir bei den Impfungen ganz hintenan gestellt“, kritisierte er.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern streben an, Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren bis Ende August ein Impfangebot zu machen - über die Umsetzung wollen am Donnerstag auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten beraten. Der Hersteller Biontech/Pfizer hat eine Zulassung seines Präparats ab zwölf Jahren bei der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) beantragt. Die Ständige Impfkommission (Stiko) behält sich aber eigene Klärungen für eine mögliche Impfempfehlung vor.