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Landesverwaltung besser für Homeoffice gerüstet

Arbeit im Homeoffice war für große Teile der Landesverwaltung vor der Corona-Pandemie ein Fremdwort. Es mussten viele Voraussetzungen erst geschaffen werden. Es gibt Fortschritt, aber auch Probleme, sagt das zuständige Finanzministerium.

Von dpa

Erfurt - Thüringen hat die technischen Bedingungen verbessert, damit Beamte und Angestellte im Homeoffice arbeiten können. Derzeit gebe es knapp 9000 speziell gesicherte Verbindungen, die den Zugriff auf das Landesdatennetz von mobilen Geräten ermöglichten, teilte das für die Digitalisierung der Verwaltung zuständige Finanzministerium auf Anfrage mit. Das seien rund 2500 mehr als noch im Juni.

Problematisch sei weiterhin die Anschaffung neuer Technik, weil der Markt beispielsweise für Tablets, Laptops oder Mini-PCs wie leer gefegt sei und es lange Lieferfristen gebe. Bestellt worden seien seit 2020 einige Tausend Geräte. Eine endgültige Entspannung der Lage sei „auch weiterhin noch nicht in Sicht“, so das Ministerium.

Zugriff auf das besonders gesicherte Landesdatennetz bestehe derzeit von rund 25 000 Arbeitsplätzen aus. Neben den knapp 9000 geschützten Netzwerk-Verbindungen (VPN) für mobiles Arbeiten gebe es unter anderem 2500 Telearbeitsplätze. Zudem sei die Verwaltung mit Tablets und Smartphones mit abgesicherten Bereichen für den mobilen Zugriff auf Kalender, Kontakte und E-Mails ausgestattet. Die Zahl der Landesbediensteten, die derzeit im Homeoffice sei, konnte das Ministerium nicht nennen. Sie werde nicht erfasst.

Nicht berücksichtigt seien in den Zahlen Polizei und Schulen, die eigene Technik nutzen. Aus Sicherheits- und Kostenergründen sollen aber Zug um Zug auch diese Bereiche, soweit sie der Landesverwaltung angehören, einbezogen werden, erklärte eine Ministeriumssprecherin.