Landtagskandidaten befragen: Abgeordnetenwatch am Start

Seit dieser Woche kann jeder online herausfinden, welche Positionen die Direktkandidaten zur Landtagswahl am 26. September im örtlichen Wahlkreis vertreten. Fragen können auf dem Internetportal der Transparenz-Initiative Abgeordnetenwatch gestellt werden.

Von dpa

Schwerin - Seit dieser Woche können die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ihre Landtags-Direktkandidaten im Internet befragen. Die Initiative Abgeordnetenwatch hat dazu zunächst 248 der 341 Kandidaten mit deren Kurzprofil ins Netz gestellt, wie eine Sprecherin am Dienstag sagte. Die anderen sollen in den nächsten Tagen und Wochen folgen. Über einen Button neben dem Kurzprofil können Interessierte den Kandidaten ihre Fragen stellen. Die Antwortquote habe in der Vergangenheit bei etwa 80 Prozent gelegen, sagte die Sprecherin.

Etwa drei Wochen vor der Wahl will Abgeordnetenwatch zudem Antworten der Kandidatinnen und Kandidaten auf 20 Fragen von allgemeinem Interesse online stellen. Sie reichen von der Position zum Flughafen Rostock-Laage bis zur Haltung zum Thema Wölfe in MV. Schirmherrin der Aktion ist Landtagspräsidentin Birgit Hesse. Sie warb dafür, von der Informationsmöglichkeit sowie vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern findet zeitgleich mit der Bundestagswahl am 26. September statt.

Das Profil auf Abgeordnetenwatch enthält der Sprecherin zufolge für alle Direktkandidaten einen kurzen Steckbrief, politische Ziele, Wahlkampfbilder und weiterführende Links. Im Profil würden auch die Fragen der Bürger und die Antworten der Kandidaten veröffentlicht. Dieser Dialog werde rund um die Uhr nach dem Moderationscodex von Abgeordnetenwatch kontrolliert. Beleidigende oder diskriminierende Äußerungen würden ebenso wenig freigeschaltet wie Fragen zum Privatleben oder unbelegte Behauptungen.

Die Kandidaten können bis zum 25. September befragt werden, wie es hieß. Alle Profile, Fragen und Antworten sollen nach der Wahl dauerhaft öffentlich gespeichert bleiben. So könne das Wahlportal als „dauerhaftes digitales Wähler:innengedächtnis“ dienen.