Leichte Annäherung bei Tarifverhandlungen im Großhandel

Von dpa
Ein Teilnehmer eines Streiks schwenkt eine Flagge der Gewerkschaft Verdi.
Ein Teilnehmer eines Streiks schwenkt eine Flagge der Gewerkschaft Verdi. Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Erfurt - Bei den Tarifverhandlungen für rund 16.000 Beschäftigte im Thüringer Groß- und Außenhandel haben sich die Verhandlungspartner etwas angenähert. Das Angebot der Arbeitgeberseite liege nun bei 2,5 Prozent mehr Lohn über eine Laufzeit von zwei Jahren, sagte Philipp Neddermeyer vom Landesverband für Groß- und Außenhandel in Thüringen nach der dritten Verhandlungsrunde am Donnerstag in Erfurt. Noch sei man aber zu keiner Übereinkunft gekommen - die Verhandlungen sollen Ende September weitergehen. Er hoffe, dass es dann zu einer Lösung komme.

Verdi ging mit der Forderung nach Einkommensverbesserungen von 4,5 Prozent plus 45 Euro im Monat in die Verhandlungen am Donnerstag. Sie verweist auf die hohe Arbeitsbelastung der Beschäftigten auch als Folge der Corona-Pandemie. Die Arbeitgeber waren mit einem Angebot von 1,5 Prozent mehr Geld plus Einmalzahlungen in die erste Verhandlungsrunde im Mai gestartet. Sie betonen, dass die Pandemie die Unternehmen unterschiedlich hart getroffen habe.

Von der Gewerkschaft Verdi war zunächst niemand zum Stand der Verhandlungen zu erreichen.