Bundestag

Maaßen: Prien schadet CDU

Von dpa
Der frühere Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen spricht bei einer Veranstaltung der CDU.
Der frühere Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen spricht bei einer Veranstaltung der CDU. Heiko Rebsch/dpa-Zentralbild/dpa

Erfurt/Suhl - Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat der schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Karin Prien (beide CDU) in einem Zeitungsinterview vorgeworfen, der CDU im Wahlkampf zu schaden. „Ich bin überzeugt, dass Frau Prien uns mit dieser unüberlegten Äußerung massiv schadet. Sie schadet mir, sie schadet vielen anderen Wahlkämpfern der CDU, die um ein Direktmandat kämpfen, und sie schadet dem Wahlerfolg der CDU“, sagte Maaßen in einem Interview mit dem im Süden Thüringens erscheinenden „Freien Wort“ (Freitag).

Prien hatte am Dienstagabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ auf die Frage, wie sie es finde, dass Maaßen in Südthüringen von der CDU aufgestellt wurde, gesagt: „Das muss ich hinnehmen, auch wenn ich davon natürlich überhaupt nicht begeistert bin und mich frage, was Herr Maaßen eigentlich in der CDU sucht.“ Auf die Anschlussfrage, ob sie Maaßen wählen würde, wenn sie in dessen Wahlkreis leben würde, sagte Prien: „Ich sag mal so, ich bin von Leistungssportlern immer wieder fasziniert.“ Maaßen tritt im Südthüringer Wahlkreis 196 auch gegen den früheren Biathlon-Bundestrainer Frank Ullrich (SPD) an.

In dem Gespräch mit dem „Freien Wort“ sagte Maaßen, Prien stehe für eine „grüne CDU“, die Leute wollen seiner Meinung nach aber eine CDU, für die er, Maaßen, stehe. Es gebe eine Reihe von Unionspolitikern, die ihn verteidigten. „Diese sagen ganz klar: Die Priens dieser Welt sind für den Niedergang der Union verantwortlich“, erklärte Maaßen in dem Interview.

Prien ist Teil des „Zukunftsteams“ von Union-Kanzlerkandidat Armin Laschet. Der 60-Jährige sagte am Freitag in Berlin auf die Frage eines Journalisten, wie er zur Aufforderung Maaßens stehe, Prien aus diesem „Zukunftsteam“ zu entfernen: „Karin Prien bleibt im Team, sie ist eine anerkannte Bildungspolitikerin.“