Mehr Einwohner in Niedersachsen: Plus 10.000 im Jahr 2020

Von dpa
Passanten mit Masken gehen durch die Innenstadt.
Passanten mit Masken gehen durch die Innenstadt. Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Hannover/Bremen - Niedersachsen hat im vergangenen Jahr im Bundesländervergleich den zweithöchsten Bevölkerungszuwachs nach Bayern verzeichnet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden von Montag lebten zum Jahresende 2020 knapp über acht Millionen Menschen in dem Flächenland. Das war ein Plus von 10.000 im Vergleich zu 2019. Nur in Bayern fiel der Zuwachs mit plus 15.000 höher aus. Für das Bundesland Bremen wies die Statistik einen Rückgang um 1100 auf 680.000 Einwohner aus.

Bundesweit betrachtet stagnierte die Bevölkerungszahl erstmals seit fast zehn Jahren: Zum Jahresende 2020 waren es den Angaben zufolge 83,2 Millionen Menschen, was nahezu dem Vorjahresniveau (minus 12 000) entspricht. Zuvor - also in den Jahren 2011 bis 2019 - war die Einwohnerzahl in Deutschland demnach kontinuierlich von 80,3 Millionen auf 83,2 Millionen gewachsen.

Für diese Entwicklung im Corona-Jahr nannten die Statistiker zwei Gründe: So sei zum einen die Nettozuwanderung von 294.000 (2019) auf 209.000 (2020) zurückgegangen. Zum anderen habe die Differenz zwischen Todesfällen und Geburten weiter zugenommen: So starben im vergangenen Jahr 212.000 Menschen mehr als Kinder geboren wurden. 2019 lag dieses Geburtendefizit noch bei 161.000.

Die Zahl älterer Menschen wuchs zugleich weiter: Die Zahl der Hochbetagten ab 80 Jahren nahm binnen Jahresfrist um 4,5 Prozent auf 5,9 Millionen zu. Die Zahl der Seniorinnen und Senioren (60 bis 79 Jahre) erhöhte sich leicht auf 18,2 Millionen (plus 0,5 Prozent). Dagegen nahm die Zahl der Menschen zwischen 20 und 59 Jahren um 0,4 Prozent ab und betrug rund 43,7 Millionen. Nahezu unverändert blieb die Zahl der rund 15,3 Millionen Kinder und Jugendlichen. Insgesamt erhöhte sich das Durchschnittsalter um 0,1 auf 44,6 Jahre.