Bildung

Ministerium: Erhöhtes Aufkommen an Drohbriefen

Von dpa
Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel.
Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Erfurt - Zu Beginn des neuen Schuljahres gibt es nach Angaben des Thüringer Bildungsministeriums ein erhöhtes Aufkommen an Drohschreiben gegen Lehrer und Schulen. Die Drohungen kommen unter anderem von Reichsbürgern und Gegnern der Corona-Maßnahmen, sagte ein Sprecher am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Sie richteten sich dabei vor allem gegen die Testpflicht und die Maskenpflicht. Es handele sich nicht um ein flächendeckendes Phänomen, sondern immer noch um Einzelfälle, betonte der Sprecher. Aber es gebe mehr Drohungen und besondere Vorkommnisse als sonst. „Wir haben den Schulen signalisiert, dass sie sich davon nicht beeindrucken lassen sollten.“

Bildungsminister Helmut Holter (Linke) sei der Auffassung, dass jeder seine Meinung sagen könne, diese allerdings nicht an Schulen oder Lehrer adressiert werden sollte, sondern an das Ministerium.

In Sachsen war am Freitag bekannt geworden, dass teils Schulleiter und Lehrer wegen geplanter freiwilliger Impfangebote an den Schulen mit Drohungen konfrontiert wurden.

Auch an Thüringer Schulen sind freiwillige Impfangebote geplant, wie das Thüringer Bildungsministerium am Freitag mitteilte. Demnach können Schulen, die ein solches Angebot haben wollen, über das Thüringer Impfportal www.impfen-thueringen.de Kontakt zur Kassenärztlichen Vereinigung aufnehmen. Inzwischen sei dort die Seite „Impfen an Schulen“ freigeschaltet. „Wir wollen Schulgemeinschaften, die ein schulortnahes Impfangebot wünschen, dabei unterstützen, das zu organisieren. Jetzt kann es flächendeckend losgehen“, erklärte Bildungsminister Helmut Holter (Linke).