Brände

Moorbrand: Grüne kritisieren Agieren der Landesregierung

Vor drei Jahren brach ein Moorbrand auf einem Bundeswehrgelände im Emsland aus. Der Landkreis übte zuletzt Kritik an der Aufarbeitung. Nun kommt Kritik von der Opposition.

Von dpa 03.09.2021, 07:33
Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) spricht im Landtag Niedersachsen.
Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) spricht im Landtag Niedersachsen. Moritz Frankenberg/dpa

Hannover - Die Grünen fordern in Bezug auf den großflächigen Moorbrand im Emsland vor drei Jahren ein verstärktes Handeln der Landesregierung. „Die Landesregierung und Umweltminister Lies lassen das Emsland leider total im Stich. Außer markigen Worten nehmen SPD und CDU anscheinend keinen Einfluss auf ihre Parteifreunde in der Bundesregierung“, sagte der Fraktionsvize der Grünen, Christian Meyer. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) solle den Moorbrand „endlich zur Chefsache machen“, forderte Meyer.

Der sich unterirdisch ausbreitende Moorbrand war Anfang September 2018 bei einem Waffentest auf einem Bundeswehrgelände im Emsland ausgelöst worden. Der Brand schwelte mehr als einen Monat lang. Der Rauch war über weite Teile Nordwestdeutschlands gezogen und auch auf Satellitenaufnahmen aus dem Weltall zu sehen. Zeitweise herrschte in den angrenzenden Gemeinden Katastrophenalarm.

Zuletzt hatte der Landkreis eine zähe Beseitigung der ökologischen Schäden und fehlenden Nachdruck bei den Anstrengungen der Bundeswehr kritisiert. „Ich erwarte vom Bundesverteidigungsministerium, dass ein Schaden, den es selbst verursacht hat, auch kompensiert“, sagte Landes-Umweltminister Olaf Lies (SPD) auf dpa-Anfrage. Hier gebe es eine politische Verpflichtung zu. Das Umweltministerium in Hannover beziffert die damals entstandenen Schäden auf insgesamt 50 Millionen Euro. Bei dem Brand seien mindestens eine halbe Tonne CO2 freigesetzt worden.