Mord an Ex? Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft

Von dpa
Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Lübeck - Im Prozess gegen einen 30 Jahre alten Mann, der seine ehemalige Lebensgefährtin erstochen haben soll, hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Nach ihrer Auffassung hat der Angeklagte die damals 27 Jahre alte Mutter seiner beiden Kinder heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Die Nebenklage habe außerdem beantragt, die besondere Schwere der Schuld festzustellen.

Die Verteidigung dagegen wertet die Tat nach Angaben eines Sprechers als Totschlag und beantragte eine zeitlich begrenzte Haftstrafe. Einen konkreten Antrag zur Höhe der Strafe stellte sie nicht.

Der Angeklagte soll seine Ex-Freundin im September 2020 in ihrer Wohnung mit zahlreichen Messerstichen getötet haben. Das Urteil soll nach Angaben des Gerichtssprechers am 1. Juni verkündet werden. Zuvor hatten die „Lübecker Nachrichten“ berichtet.