Mülltrennung in der Region Hannover hat „Luft nach oben“

Von dpa 22.07.2021, 14:40
Ein Radlader schiebt Restmüll in ein Abfallbehandlungsanlage.
Ein Radlader schiebt Restmüll in ein Abfallbehandlungsanlage. Julian Stratenschulte/dpa

Hannover - Mit einer Analyse des Hausmülls in der Region Hannover haben Experten untersucht, wie gut der Abfall von den Bewohnern getrennt wird. „Da gibt es auf jeden Fall noch Luft nach oben“, sagte ein Sprecher des Zweckverbandes Abfallwirtschaft der Region Hannover (aha) am Donnerstag. Insgesamt habe jeder Einwohner der Region im zurückliegenden Jahr rund 158 Kilogramm Restabfall produziert.

Neben rund 105 Kilogramm organischen Abfällen wie Kleintierstreu, Haaren, Essens- und Gartenabfällen, fand man dort aber auch Müll, der nicht in den Restabfall gehört. So wurden im Schnitt fast vierzig Kilogramm Verpackungsmaterial, neun Kilogramm Textilien, eineinhalb Kilogramm Schadstoffe und etwas mehr als ein Kilogramm Elektroschrott in den Restmüll geworfen. Solch falsch einsortierter Müll muss auf den Deponien mit hohem Aufwand wieder getrennt werden, um möglichst viel zu recyceln. 

Bei der rund eine Woche andauernden Untersuchung wurden stichprobenartig mehrere Container und Tonnen geöffnet. Der Müll wurde anschließend durch verschiedene Siebtrommeln aber auch per Hand getrennt und abgewogen. Besonders der hohe Anteil an Verpackungsmaterial habe überrascht. „Falsch einsortierter Müll ist uns aber immer noch lieber als Müll, der einfach auf die Straße geworfen wird“, so der Sprecher weiter.