Blaulicht

Nach Brandanschlag: Senator verdächtigt Linksradikale

Angriff auf Polizei-Autos. Der Schaden beträgt rund 200.000 Euro. Jetzt steht ein dunkler Verdacht im Raum.

Von dpa 07.06.2021, 09:00 • Aktualisiert: 07.06.2021, 10:26
Auf das Gelände der Bereitschaftspolizei Bremen ist in der Nacht zum Sonntag ein Brandanschlag verübt worden.
Auf das Gelände der Bereitschaftspolizei Bremen ist in der Nacht zum Sonntag ein Brandanschlag verübt worden. Jörn Hüneke/Hüneke Filmproduktion/dpa

Bremen - Nach dem Brandanschlag auf Polizeiautos in Bremen wird weiter ermittelt. Das sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen, ohne Details zu nennen. In der Nacht auf Sonntag waren in einer Kaserne der Bereitschaftspolizei drei kleine Busse und ein großer Bus infolge von Brandsätzen in Flammen aufgegangen. Den Schaden schätzte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf 200.000 Euro.

Noch stehe nicht fest, wer hinter dieser „hochkriminellen Tat“ stecke, sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) nach Angaben Bremer Medien. Es spreche aber einiges dafür, dass es sich um einen linksradikalen Anschlag handele. „Das ist ein Anschlag auf unser aller Sicherheit“, sagte Mäurer. Es mache ihm Sorge, dass der Hass auf die Polizei immer fanatischer werde.

In den vergangenen Monaten hat es immer wieder Brandanschläge auf Autos in Bremen gegeben, hinter denen die Polizei politische Motive vermutet. Im Mai brannte vor der Parteizentrale der CDU in Bremen ein ziviles Fahrzeug der Polizei, verletzt wurde niemand. Im Januar gingen zwei Autos in Flammen auf, wenige Stunden danach zündeten Unbekannte am Jobcenter Bremen-Mitte einen Brandsatz. Auch Fahrzeuge von Immobilienfirmen wurden wiederholt zum Ziel von Brandanschlägen.