Nach den Ferien ins „Kultur:Labor Thüringen“

Von dpa

Weimar - Burg und Bäume statt Klassenzimmer: Nach den Sommerferien nehmen vier Schulen die Arbeit am Landesprogramm „Kultur:Labor Thüringen“ auf. Man freue sich auf die Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsschule Tonna in Westthüringen, der Krause-Regelschule in Eisenberg in Ostthüringen, der Gemeinschaftsschule Rodeberg in Nordthüringen und dem Rhön-Gymnasium in Kaltensundheim in Südthüringen, hieß es am Montag von der Klassik Stiftung Weimar beim digitalen Startschuss des zweijährigen Programms. „Dieses Schuljahr war Corona-gebeutelt. Wir hoffen, dass es nächstes Jahr dann besser läuft“, sagte eine Sprecherin.

Die Themen orientieren sich laut Klassik Stiftung am regionalen Umfeld und den Sammlungsthemen der Klassik Stiftung Weimar. So sollen Schülerinnen und Schüler in Tonna etwa die Möglichkeit bekommen, sich in Vor-Ort-Projektarbeiten intensiv mit der leerstehenden, geschichtsträchtigen Burg gegenüber ihrer Gemeinschaftsschule auseinanderzusetzen. Mit Blick auf das Jahresthema „Neue Natur“ der Klassik Stiftung Weimar biete sich an allen Schulen zudem die Auseinandersetzung mit der Natur vor der Haustür an.

Die Pandemie habe gezeigt, dass kulturelle Bildung neu gedacht werden müsse. Das Modellprojekt, das sich gezielt an Schulen auf dem Land richte, denke digitale Formate mit, hieß es. „Der Einsatz kreativer und künstlerischer Methoden, digital sowie analog, bietet hierbei einen besonderen Zugang für die Schülerinnen und Schüler.“ Das Projekt soll auch die Vernetzung und Qualifizierung in der kulturellen Bildung im ländlichen Raum stärken. Es findet in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und der Thüringer Staatskanzlei statt.