Nach Eurofighterabsturz: Unbekannte lösen Sirenenalarm aus

Von dpa
Soldaten suchen Anfang Juli 2019 ein Feld nach Wrackteilen ab.
Soldaten suchen Anfang Juli 2019 ein Feld nach Wrackteilen ab. Bodo Marks/dpa/Archivbild

Silz - Gut zwei Jahre nach dem Absturz zweier Kampfflugzeuge an der Mecklenburgischen Seenplatte haben Unbekannte den Bewohnern in Silz einen üblen Sirenen-Streich gespielt. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag erklärte, wurde in einer Nacht gleich zweimal das Heulen der Dorfsirene an der Feuerwehr ausgelöst. Unweit von Silz und dem Nachbarort Nossentiner Hütte waren Ende Juni 2019 zwei Eurofighter bei einer Luftkampfübung zusammengeprallt, abgestürzt und in Flammen aufgegangen. Ein Pilot starb, der zweite konnte sich retten.

Der Vorfall habe sich bereits am vergangenen Wochenende ereignet, war aber der Polizei erst später gemeldet worden. In der Nacht zu Sonntag hatte die Sirene erst um 3.25 Uhr und dann um 3.45 Uhr gerufen. Sofortige Suchaktionen ergaben keine Gefahrensituationen.

Damals waren die Dörfer wochenlang abgesperrt, weil Soldaten die Gegend auf der Suche nach Wrackteilen durchkämmten. Noch heute schrecken viele Bewohner bei Tieffluglärm auf. Die Polizei hofft auf Hinweise auf die Fehlalarm-Verursacher.