Nach Riss einer trächtige Kuh stehen Wölfe im Verdacht

Von dpa
Ein Wolf schaut in die Kamera.
Ein Wolf schaut in die Kamera. Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Wippingen - Nach dem Tod einer trächtigen Kuh im Emsland deutet vieles auf eine Wolfsriss hin. An einem Bauernhof in Wippingen fand eine Landwirtsfamilie das getötete 800 Kilogramm schwere Tier auf einer Weide wenige Meter vom Bauernhof entfernt. Ob es sich tatsächlich um einen Wolfsriss handelt, müsse nun eine genetische Analyse klären, sagte Wolfsberater Björn Wicks am Donnerstag. Es sei aber nicht ausgeschlossen. „Wir haben hier im erweiterten Emsland vier Rudel“, erklärte er. Zuerst hatte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ über den Fall berichtet.

Es sei nicht üblich, dass sich Wölfe große Tiere wie Kühe oder Pferde als Beute suchen, sagte Wicks. Es sei noch nicht klar, warum diese Kuh angegangen worden sei. Möglicherweise habe die Kuh aber auf dem Boden gelegen und sei deshalb nicht so fit und wehrhaft wie üblich gewesen. Das Rind habe nur 15 Meter vom Sandkasten der Familie entfernt gelegen. In der Gegend unweit des Bundeswehrtestgeländes nördlich von Meppen seien in jüngster Zeit zwei Wölfe beobachtet worden. „Ob die das waren, kann man natürlich nicht sagen, aber es liegt nahe.“