Neue Karte zeigt Starkregengefahr in Hamburg

In den vergangenen zehn Jahren wurden in Hamburg 180 sogenannte Starkregenereignisse gezählt. Mit dem Klimawandel nimmt auch die Zahl schwerer Wolkenbrüche zu. Eine neue Straßenkarte zeigt die Risiken auf und gibt Grundstückbesitzern Hilfestellung.

Von dpa 03.06.2021, 07:06
Feuerwehrleute pumpen im Stadtteil Lohbrügge Wasser von einem Parkplatz.
Feuerwehrleute pumpen im Stadtteil Lohbrügge Wasser von einem Parkplatz. Daniel Bockwoldt/dpa/Symbolbild

Hamburg - Eine neue Straßenkarte im Internet zeigt die Gefahren durch sogenannte Starkregenereignisse in Hamburg. Straßengenau lassen sich auf der von Hamburg Wasser und der Umweltbehörde entwickelten Karte Überflutungsrisiko und Fließrichtung des Wassers ablesen, wie Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) am Donnerstag mitteilte. „Mit der Starkregengefahrenkarte haben wir eine wichtige Grundlage, um den Gefahren und Risiken durch Überflutungen vorbeugend zu begegnen.“ Grundstückseigentümer könnten so herausfinden, ob sich für ihr Grundstück eine Gefahr bei Starkregen ergeben kann.

Mit dem Klimawandel nimmt auch in Hamburg die Zahl schwerer Wolkenbrüche zu. Allein in den vergangenen zehn Jahren wurden der Behörde zufolge 180 sogenannte Starkregenereignisse gezählt. 2018 seien im Bezirk Bergedorf bei einem Unwetter binnen 60 Minuten 62 Millimeter Niederschlag gemessen worden. Noch heute sei man mit der Beseitigung der Schäden beschäftigt, sagte Kerstan.

Auch führe die weiter zunehmende Versiegelung in der Stadt dazu, dass Niederschläge schlechter abflössen. „Wenn wir uns nicht vorbereiten, treffen heftige Regenfälle auf immer stärker versiegelte Flächen mit abnehmender Möglichkeit für Versickerung, Rückhalt und Verdunstung von Regenwasser.“ Daher seien die Anpassung an die Folgen des Klimawandels und die Schaffung von Versickerungsmöglichkeiten eine wichtige Aufgabe der Stadtplanung.

Diese Klimafolgenanpassung ist am Donnerstag auch Thema bei der Regionalkonferenz der Minister und Senatoren aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Hamburg.