Neue Verträge für Ölbekämpfungsschiffe abgeschlossen

Schiffsunfälle auf hoher See können für die Umwelt katastrophale Auswirkungen haben. Wenn sie passieren, muss die Hilfe rasch zur Verfügung stehen.

Von dpa

Rostock - Mecklenburg-Vorpommern hat zur Bekämpfung von möglichen Ölkatastrophen auf der Ostsee weitere Vorsorge getroffen. Künftig werden die Ölbekämpfungsschiffe „Vilm“ und „Flunder“ in Rostock zur Verfügung stehen, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Donnerstag. Dafür wurden entsprechende Verträge mit der Hamburger Fairplay Towage Group und dem Rostocker Unternehmen Baltic Taucher abgeschlossen. An dem Verfahren ist auch das Havariekommando beteiligt, das im Falle einer komplexen Schadenslage auf See die Einsatzleitung übernimmt und dafür Schiffe des Bundes und der fünf norddeutschen Bundesländer einsetzt.

Bis Ende 2019 war das Landungsboot „Orfe“ für die Schadstoffbekämpfung im küstennahen Bereich der Mecklenburger Bucht sowie dem Rostocker Hafen in Rostock stationiert. Wegen der stark frequentierten Schifffahrtswege östlich Rügens wurde es jedoch nach Lubmin verlegt. Neben den Schiffen „Flunder“, „Vilm“ und „Orfe“ halte das Land mit dem Gewässeraufsichts- und Ölfangschiff „Strelasund“ in Stralsund ein weiteres Schiff für die Ölschadensbekämpfung vor.