Neuer Chef der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete

Von dpa
Das Schild „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge steht vor der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl.
Das Schild „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge steht vor der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl. Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Weimar/Suhl - Die Thüringer Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl bekommt einen neuen Chef. Der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Frank Roßner, habe zum 1. September Alexander Theus berufen, teilte die Behörde am Donnerstag in Weimar mit. Theus folge auf Björn Christian Paterok, der ein Jahr im Amt war, und laut Mitteilung nach einer Bewerbung in ein anderes Bundesland wechsele. Das Landesverwaltungsamt sprach von einem planmäßigen Wechsel an der Spitze der Erstaufnahmeeinrichtung. Sie sorgt seit geraumer Zeit für Debatten wegen Vorfällen in ihrem Umfeld.

Suhls Oberbürgermeister André Knapp (CDU) hatte sich in dieser Woche wegen aus seiner Sicht besorgniserregender Zustände an Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) gewandt.

Theus habe jahrelange Erfahrung im Bereich der Flüchtlingsaufnahme, heißt es in der Mitteilung des Landesverwaltungsamtes. Er sei zuvor im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in der Außenstelle Suhl als Referent tätig gewesen.

Asylsuchende und Geflüchtete werden in Thüringen zunächst in Suhl untergebracht, versorgt und betreut und müssen ein behördliches Verfahren durchlaufen. Nach in der Regel vier bis sechs Wochen werden sie laut Verwaltungsamt auf die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt.

Nach Angaben von Suhls Oberbürgermeister Knapp leben derzeit 500 bis 600 Menschen in der Einrichtung. Einige wenige, vorwiegend allein oder in Gruppen reisende junge Männer unterschiedlicher Nationalität beeinträchtigen nach Angaben des Kommunalpolitikers durch Diebstahl und Bedrohung die Sicherheit in der Stadt.