Neuer Wettbewerb für Vermarktung ökologischen Landbaus in MV

Von dpa
Till Backhaus (SPD), der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, spricht.
Till Backhaus (SPD), der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, spricht. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Wer sich bei der Vermarktung von ökologisch produzierten Lebensmitteln in Mecklenburg-Vorpommern innovativ zeigt, kann auf neue Fördermittel hoffen. Zu einem entsprechenden Wettbewerb im Rahmen der Europäischen Innovations-Partnerschaft (EIP) rief das Landwirtschaftsministerium am Dienstag auf. „Um den ökologischen Landbau in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu entwickeln, besteht Handlungsbedarf vor allem im Bereich der regionalen Wertschöpfung, zum Beispiel bei der Schlachtung, Verarbeitung und Vermarktung“, sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD).

Mit dem Förderinstrument EIP können demnach neue Ideen, die bisher nur im Labor oder in kleinem Maßstab angewendet wurden, schnell in der Praxis getestet werden. Insgesamt stünden 260.000 Euro zur Verfügung, wobei die Einzelförderung pro Projekt auf 60.000 Euro begrenzt sei. Am Wettbewerb beteiligen können sich den Angaben zufolge sogenannte Operationelle Gruppen (OG). Diese bestünden aus mindestens zwei Partnern, die projektbezogen auf Grundlage eines Kooperationsvertrages zusammenarbeiten und von denen mindestens ein Mitglied ein biozertifiziertes Unternehmen ist.

Die Wettbewerbsbeiträge müssen bis zum 30. September 2021 eingereicht werden. Eine Jury entscheide darüber, welche Projekte umgesetzt werden sollen und einen Antrag auf Förderung stellen können. Die Fördermittel sind für die laufenden Kosten der Zusammenarbeit einer OG vorgesehen sowie für die Ausgaben zur Umsetzung des Projektes, für Reisekosten und Öffentlichkeitsarbeit.