Neues Theaterstück über Malerin Modersohn-Becker

Von dpa

Worpswede - Der Malerin Paula Modersohn-Becker (1876-1907) ist ein Theaterstück gewidmet, das am 28. Juli Premiere im nahe Bremen gelegenen Künstlerdorf Worpswede feiert. Als Spielort dient das Außengelände des Barkenhoffs - in dem Gebäude befindet sich das Heinrich-Vogeler-Museum. Inszeniert wurde „Paula“ von Oliver Peuker von der Cosmos Factory Theaterproduktion. Er hat sich in vielen Stücken mit Worpsweder Künstlern auseinandergesetzt. „Es ist Zeit, ihr einen eigenen Kosmos zu gönnen“, sagt Peuker.

Der Aufführungsort ist mit Bedacht gewählt. Denn der einstige Wohnsitz Heinrich Vogelers galt um die Jahrhundertwende als Künstlertreff. „Die Texte bestehen zu 80 Prozent aus Originalmaterial.“ Etwa aus Briefen und Tagebucheintragungen. Dröge ist die Inszenierung deshalb nicht. „Wir nähern uns dem Thema darstellerisch, tänzerisch und musikalisch.“

„Es gibt gar keinen Einstieg zu diesem Stück“, sagt der Regisseur. „Es ist quasi wie eine theatralische Installation.“ Die Szenen mit den sechs Darstellerinnen und Darstellern verteilen sich auf vier Standorte, laufen parallel und dauern jeweils 17 Minuten. Eine spielt beispielsweise im Atelier. „Das Atelier war ihr Tempel“, so Peuker. „Paula ist extrem denkend an ihre Bilder herangegangen. Sehr viel konzeptioneller als die anderen Künstler.“ Ganz fertig ist die Inszenierung noch nicht, wahrscheinlich soll es noch eine größere Gemeinschaftsszene geben. Bis zum 8. August sind täglich Vorstellungen geplant.