Fußball

Neuzugang Weiser: „Bremen ist für mich kein Zweitligist“

Von dpa 02.09.2021, 14:51
Fußballspieler Mitchell Weiser.
Fußballspieler Mitchell Weiser. Peter Steffen/dpa/Archivbild

Bremen - Werder-Neuzugang Mitchell Weiser will den Wechsel nach Bremen in die Zweite Liga nicht als Rückschritt verstehen. „Natürlich war die 2. Liga nicht mein Ziel, aber Bremen ist für mich kein Zweitligist“, sagte Weiser am Donnerstag bei seiner Vorstellung im Weserstadion. „Deswegen habe ich mich entschieden, das zu machen.“ Die Bremer hatten den 27-Jährigen am Dienstag kurz vor dem Ende der Transferperiode überraschend für ein Jahr vom Fußball-Erstligisten Bayer Leverkusen ausgeliehen. Am Mittwoch kam der Rechtsverteidiger beim 2:0 im Test gegen Heracles Almelo erstmals für die Grün-Weißen zum Einsatz.

Dabei hatte Weiser, den Leverkusen 2018 für zwölf Millionen Euro von Hertha BSC verpflichtet hatte, eigentlich gar nicht mehr mit einem Wechsel gerechnet. „Es gab keine anderen Angebote“, sagte Weiser. „Es hat sich in einer halben Stunde entschieden, weil ich keine anderen Optionen hatte.“

In der vergangenen Saison kam Weiser in Leverkusen nur auf fünf Bundesliga-Einsätze, in der laufenden auf noch gar keinen. „Ich habe jetzt anderthalb Jahre verloren, das tut natürlich weh. Aber die Vergangenheit zählt nicht mehr“, sagte Weiser, der zuvor unter anderem für den 1. FC Köln und Bayern München aktiv war.

In Marco Friedl trifft er in Bremen einen alten Bekannten, den er noch aus seiner Zeit bei Bayern München kennt. Der Österreicher hatte zuletzt für negative Schlagzeilen gesorgt, weil er Werder unbedingt noch in Richtung Union Berlin verlassen wollte und sich deshalb nicht in der Lage sah, im letzten Heimspiel gegen Hansa Rostock zum Kader zu gehören.

Im Interview bei kicker.de entschuldigte sich Friedl nun für sein Verhalten. „Im Nachhinein würde ich es sicher anders machen. Der Zeitpunkt meines Entschlusses, einen Tag vor dem Spiel, war unglücklich“, sagte der 23 Jahre alte Abwehrspieler. „Aber die Entscheidung hatte ganz klar nichts mit einem Streik zu tun“, sagte Friedl. „Ich wollte dem Verein nie in den Rücken fallen nach dem Motto: Jetzt muss ich streiken, um hier wegzukommen.“