Wahlen

Niedersachsen wählt Kommunalparlamente und Bürgermeister

Wer bestimmt bis 2026 die Politik in Niedersachsens Landkreisen, Städten und Gemeinden? Bei den Kommunalwahlen an diesem Sonntag wird über vieles entschieden. Auch darüber, ob die CDU auf kommunaler Ebene stärkste Kraft bleibt.

Von dpa
Ein Mann wirft seinen Stimmzettel in eine Wahlurne.
Ein Mann wirft seinen Stimmzettel in eine Wahlurne. Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Hannover - Zwei Wochen vor der Bundestagswahl entscheiden die Niedersachsen an diesem Sonntag über die künftige Zusammensetzung der kommunalen Parlamente. Gleichzeitig werden in sehr vielen Kommunen auch Landräte, Bürgermeister und Oberbürgermeister gewählt - zum Beispiel in Braunschweig, Göttingen und Wolfsburg. Knapp 6,5 Millionen Menschen sind dazu aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben.

Seit Jahrzehnten ist die CDU insgesamt stärkste kommunale Kraft in Niedersachsen. Mit Spannung wird erwartet, ob sie es bleibt. Bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren holten die Christdemokraten insgesamt 34,4 Prozent der Stimmen und lagen damit vor der SPD (31,2).

Für die Union hat der Landesvorsitzende Bernd Althusmann den Anspruch klar definiert: „Wir treten an, um erneut stärkste Kraft in Niedersachsen zu werden und ich bin zuversichtlich, dass wir das auch schaffen können.“ Aber auch die SPD hofft, diesmal stärkste Kraft zu werden. „Unser Ziel als SPD ist klar: Wir wollen die Wahlen gewinnen und stärkste Kommunalpartei in Niedersachsen werden. Dafür sehe ich auch gute Aussichten“, sagte SPD-Landeschef Stephan Weil.

Insgesamt hat die Landeswahlleitung zu den Kommunalwahlen 26 Parteien zugelassen. Manche Kandidatinnen und Kandidaten gehören aber auch einer der vielen Wählergruppen an oder gehen als Einzelbewerber ins Rennen. Von den rund 71 000 Bewerbungen für die kommunalen Vertretungen stammen weniger als ein Drittel (28 Prozent) von Frauen.

Wegen der Corona-Pandemie haben überdurchschnittlich viele Menschen bereits per Briefwahl abgestimmt, einer Alternative zur Stimmabgabe im Wahllokal. Für rund 313 000 junge Menschen ist es nach Angaben der niedersächsischen Landeswahlleitung die erste Abstimmung. Anders als bei Bundes- und Landtagswahlen dürfen schon Menschen ab 16 Jahren wählen.

Am diesem Sonntag schließen die Wahllokale um 18.00 Uhr. Wann die Ergebnisse vorliegen, hängt von mehreren Faktoren ab. In kleinen Gemeinden, in denen weniger Stimmen ausgezählt werden müssen, stehen die Ergebnisse in der Regel früher fest als in größeren Städten und Gemeinden. Bei den letzten Kommunalwahlen vor fünf Jahren gab es am frühen Montagmorgen ein erstes Wahlergebnis für ganz Niedersachsen.