Nordosten beim Öko-Landbau ganzes Stück von Spitze entfernt

Von dpa
Ein Landwirt fährt mit seinem Trecker über ein Hanffeld und striegelt dieses, um das Unkraut mechanisch zu regulieren.
Ein Landwirt fährt mit seinem Trecker über ein Hanffeld und striegelt dieses, um das Unkraut mechanisch zu regulieren. Philipp Schulze/dpa/Symbolbild

Berlin/Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern liegt beim Öko-Landbau im Vergleich der Bundesländer ein ganzes Stück von der Spitze entfernt. Mit einem Anteil von 13,2 Prozent biologisch bewirtschafteter Flächen an der gesamten Agrarfläche des Landes kommt der Nordosten im jüngsten Bundesländer-Ranking des Bundesagrarministeriums auf Platz fünf unter den Flächenländern.

Den größten Öko-Anteil an den Agrarflächen hatten demnach im Jahr 2020 das Saarland (19,4 Prozent), Hessen (15,9) und Brandenburg (14,4). Vor MV liegt zudem noch Baden-Württemberg mit einem Öko-Anteil von 13,7 Prozent an der Gesamtagrarfläche. Die Stadtstaaten, die in der Übersicht aufgrund ihrer geringen Größe zusammengefasst werden, kommen auf 16,6 Prozent.

Bundesweit lag der Öko-Anteil an der gesamten Landwirtschaftsfläche bei 10,3 Prozent, wie das Bundesagrarministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Ende 2019 waren es 9,7 Prozent. Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist ein Öko-Flächenanteil von 20 Prozent bis 2030. Biologisch wirtschaften inzwischen bundesweit 35.400 Betriebe. Das sind 13,5 Prozent aller Höfe nach 12,9 Prozent im Jahr 2019.

Im laufenden Jahr ist nach Darstellung des Schweriner Agrarministeriums die Öko-Fläche weiter gewachsen. Im Februar und März 2021 wuchsen demnach die ökologisch bewirtschafteten Flächen um 5000 auf fast 188.000 Hektar. Das entspricht einem Anteil von 14 Prozent aller Agrarflächen im Nordosten.