Plädoyers im Prozess wegen Millionenbetrugs erwartet

Von dpa 01.06.2021, 17:43 • Aktualisiert: 02.06.2021, 02:08
Blick am auf das Gebäude des Land- und Amtsgerichts in Flensburg.
Blick am auf das Gebäude des Land- und Amtsgerichts in Flensburg. Carsten Rehder/dpa/Archiv

Flensburg - Im Prozess um Handel mit Betäubungsmitteln gegen einen Arzt aus Husum sollen heute die Plädoyers gehalten werden. Die Staatsanwaltschaft am Landgericht Flensburg wirft dem Mediziner unter anderem vor, seinen Patienten die Ersatzdroge Methadon und andere Betäubungsmittel verkauft oder verschrieben zu haben, ohne dass eine entsprechende medizinische Indikation vorgelegen habe. Zudem soll er Behandlungen abgerechnet haben, die gar nicht oder nicht in der abgerechneten Form stattfanden. Der Kassenärztlichen Vereinigung soll ein Schaden in Höhe von mehr als 1,2 Millionen Euro entstanden sein.

Die Hauptverhandlung wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz hatte Ende Juli vorigen Jahres begonnen. Zunächst war auch ein Apotheker mit angeklagt. Nach einer mit der Staatsanwaltschaft, dem Apotheker sowie dessen Verteidigern getroffenen Verständigung wurde dieses Verfahren im März eingestellt.