Polizei stoppt Radler mit getunten E-Rad

Von dpa
Eine Polizistin hält während einer Polizeikontrolle eine rote Winkerkelle in die Höhe.
Eine Polizistin hält während einer Polizeikontrolle eine rote Winkerkelle in die Höhe. Sebastian Willnow/zb/dpa/Symbolbild

Bergen - Einen Fahrer mit einem Elektro-Rad und der erstaunlichen Geschwindigkeit eines kleinen Motorrades haben Polizisten auf der Insel Rügen gestoppt. Wie der 27-jährige Bastler den Beamten erklärte, habe er das Pedelec „etwas getunt“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Stralsund. Der Mann war am Mittwoch bei Bergen zeitweise mit 55 bis 60 Stundenkilometer unterwegs und damit aufgefallen. Das Problem dabei: Der Rügener hatte weder eine Fahrerlaubnis für ein „Leichtmotorrad“, noch das nötige Kennzeichen und die Haftpflichtversicherung für ein Fahrzeug, was bei solchen Leistungen amtlich einem Krad oder Moped gleichgestellt wird. 

E-Räder, die als Pedelecs bezeichnet werden, unterstützen das manuelle Treten bis maximal 25 Stundenkilometer, so dass sie keine Zulassung brauchen. Danach gibt es noch die Einstufung S-Pedelec, die bis 45 „Sachen“ drauf haben. Dafür braucht man schon Führerschein und Zulassung. Der Bastler musste sein E-Rad nun ganz schieben, sagte der Sprecher.