Pop-up-Stores und Konzeptläden gewinnen an Bedeutung

Von dpa
Das Geschäft "m:pura" verkauft 3D-Lichtobjekte in der Innenstadt.
Das Geschäft "m:pura" verkauft 3D-Lichtobjekte in der Innenstadt. Sina Schuldt/dpa

Berlin/Bremen - Um leere Geschäfte in Innenstädten zu vermeiden, setzen Kommunen verstärkt auf Zwischennutzungen und neue Einkaufserlebnisse. Sogenannte Pop-up-Stores, die zunächst für einen begrenzten Zeitraum öffnen, sind in den vergangenen Jahren in Großstädten zum Trend geworden, wie Sandra Wagner-Endres vom Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin sagte. An Bedeutung gewonnen hätten auch sogenannte Concept-Stores (Konzeptläden), die eine Mischung aus hochwertigen Sortimenten anbieten und ein Einkaufserlebnis versprechen.

Dem Bundeswirtschaftsministerium zufolge hat die Pandemie die Bedeutung von Pop-up-Stores verstärkt, da die Besucherzahl in den Innenstädten stark abgenommen hat. Pop-up-Stores könnten Abwechslung bieten und mehr Menschen in die Innenstädte ziehen, hieß es. Dies komme anderen Geschäften zugute.

Die Politik versucht vielerorts, Innenstädte durch Förderprogramme zu beleben. So vermittelt das Land Bremen leere Ladenflächen über Wettbewerbe an Menschen mit kreativen Konzepten. Die Gewinner können für einen begrenzten Zeitraum mietfrei mitten in der Innenstadt ein Geschäft eröffnen. Aus Sicht der Wissenschaftlerin Wagner-Endres bieten Pop-up-Stores viele Vorteile. Gründerinnen und Gründer können ihre Produkte testen, Kommunen ihre Städte beleben und Leerstand vermeiden, Eigentümer erhalten Miete. Aber: „Ohne eine Anschlussnutzung ist die Gefahr von temporären Leerständen nicht gelöst“, so Wagner-Endres.