Protest-Aktionen für und gegen Schwangerschaftsabbrüche

Von dpa 02.06.2021, 15:41 • Aktualisiert: 02.06.2021, 15:50
Teilnehmer des pro familia Landesverbands stehen mit Plakaten vor dem Landtagsgebäude.
Teilnehmer des pro familia Landesverbands stehen mit Plakaten vor dem Landtagsgebäude. Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Erfurt - Befürworter und Gegner von Schwangerschaftsabbrüchen haben am Mittwoch vor dem Landtag in Erfurt protestiert. Grund für die Aktionen war eine aktuelle Stunde im Parlament, in der sich die Fraktion Die Linke für eine Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen einsetzte.

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland rechtswidrig, unter bestimmten Bedingungen aber nicht strafbar. „150 Jahre Kriminalisierung sind genug“, erklärten Vertreter von pro familia bei der Aktion vor dem Parlament. Die Organisation verlangte, Frauen müssten die freie Entscheidung haben, „ob und wann die Geburt eigener Kinder erwünscht ist“.

Auch andere Initiativen fordern schon lange die Abschaffung des Paragrafen 218 im Strafgesetzbuch. Nur mit einer vorgeschriebenen Beratung und einer Wartefrist von drei Tagen sei ein Abbruch innerhalb der ersten zwölf Wochen straffrei.