Prozess: Tochter soll pflegebedürftige Mutter erstickt haben

Von dpa
Die Aufschrift „Landgericht“ an einem Briefkasten am Eingang des Landgerichts.
Die Aufschrift „Landgericht“ an einem Briefkasten am Eingang des Landgerichts. Markus Scholz/dpa/archivbild

Kiel - Vor dem Kieler Landgericht muss sich von Mittwoch an (9.00 Uhr) eine Frau verantworten, die ihre pflegebedürftige Mutter erstickt haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft der 54-Jährigen Totschlag vor. Demnach soll sie am 8. Dezember 2020 auf ihre 83-jährige Mutter gewartet haben, als diese von einer Tagespflegeeinrichtung nach Hause gebracht wurde. Sie soll sie grob in die Wohnung gezerrt und dann zu Boden gebracht haben. Danach habe sie sich auf sie gesetzt und ihr Mund und Nase zugehalten. Die 83-Jährige erstickte.

Da die Staatsanwaltschaft davon ausgeht, dass die Tochter zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war, beantragt sie in dem Sicherungsverfahren die dauerhafte Unterbringung der Beschuldigten in einer psychiatrischen Fachklinik. Dort wurde sie bereits vorläufig untergebracht. Das Schwurgericht hat vier Verhandlungstage festgesetzt. Das Urteil wird am 28. Juli erwartet.