Prozess um Diebstähle im Rhein-Neckar-Raum: Geständnis

Von dpa
Ein Angeklagter (3.v.l.) und eine Angeklagte (5.v..l.) stehen im Landgericht.
Ein Angeklagter (3.v.l.) und eine Angeklagte (5.v..l.) stehen im Landgericht. Julian Weber/dpa

Mannheim - Im Prozess um ein Dutzend Taschendiebstähle im Rhein-Neckar-Raum hat eine Angeklagte ein Geständnis abgelegt. „Ich möchte sagen, dass ich alle Taten einräume“, sagte die 35 Jahre alte Beschuldigte am Mittwoch vor dem Landgericht Mannheim. „Wenn ich könnte, würde ich jeden Cent zurückzahlen, den ich gestohlen habe. Es tut mir leid.“

Die Frau und ihr vier Jahre älterer Komplize sollen im Herbst 2020 zwölf überwiegend ältere Frauen beklaut haben. Ihnen wird unter anderem gemeinschaftlicher Diebstahl vorgeworfen. Die Verteidigerin des 39-Jährigen erklärte zum Prozessauftakt, dass ihr Mandant die Taten zwar nicht bestreite, aber keine Details nennen könne.

Die mutmaßlichen Diebe gingen der Anklage zufolge immer ähnlich vor: Zuerst sollen sie ihren Opfern in Supermärkten oder Ladengeschäften die Geldbörsen aus ihren Taschen gestohlen haben. Im Anschluss hoben sie demnach mit den geklauten EC-Karten entweder Geld ab oder kauften damit teuer ein. So sollen sie mehr als 41.000 Euro Bargeld und Waren im Wert von knapp 10.000 Euro erbeutet haben. Zudem werden ihnen zwei Ladendiebstähle vorgeworfen. Die Angeklagte sind wegen ähnlicher Taten bereits in mehreren Ländern vorbestraft.

Die Diebstähle ereigneten sich unter anderem in Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg und Kaiserslautern. Die mutmaßlichen Täter schlugen zudem im Rhein-Neckar-Kreis, im Kreis Mainz-Bingen sowie in einer Gemeinde in Südhessen zu. Bis Mitte Juli hat das Gericht fünf weitere Verhandlungstage anberaumt (Az. 6 KLs 402 Js 38745/20).