Prozess: Urteil für Bekannten eines Lügde-Täters erwartet

Im Zuge des Missbrauchskomplexes Lügde kamen Fahnder auf die Spur eines heute 50-Jährigen. Er soll in einer kleinen Ortschaft im südniedersächsischen Kreis Northeim fünf Mädchen teils schwer sexuell missbraucht haben. Am Mittwoch endet der Prozess gegen den Schweizer.

Von dpa
Handschellen sind an einem Gürtel eines Justizvollzugsbeamten befestigt.
Handschellen sind an einem Gürtel eines Justizvollzugsbeamten befestigt. Frank Molter/dpa/Symbolbild

Göttingen - Im Göttinger Missbrauchs-Prozess gegen einen Bekannten eines Lügde-Täters soll am Mittwoch (14.00 Uhr) das Urteil fallen. Der 50 Jahre alte Angeklagte soll fünf Mädchen teils schwer sexuell missbraucht und Aufnahmen von sexuellem Missbrauch an Kindern angefertigt haben. Kurz nach dem Prozessauftakt im September 2020 war die Öffentlichkeit zum Schutz der Opfer von der Verhandlung ausgeschlossen worden. (Az.: 9 KLs 11/20)

Bereits die Anklageschrift enthalte Umstände aus der Privat- und Intimsphäre der Opfer, die „den Schutz vor dem Einblick Außenstehender verdienen“, sagte der Vorsitzende Richter damals zur Begründung. Die Anklageschrift enthielt laut einem Gerichtssprecher insgesamt 28 Taten. Zum Tatzeitpunkt seien die Mädchen zwischen 6 und 13 Jahren alt gewesen.

Fahnder hatten den 50-jährigen Schweizer im Zuge der Ermittlungen zu den Fällen in Lügde festgenommen. Er soll seine Verbrechen in einer kleinen Ortschaft im südniedersächsischen Kreis Northeim begangen haben. Der Göttinger Angeklagte und einer der Haupttäter aus dem Missbrauchskomplex Lügde waren laut Gericht Bekannte.