Prozess wegen Glyphosat-Einsatz: Noch keine Entscheidung

Von dpa
Sebastian Seusing (r), Imker und Georg Buchholz, Rechtsanwalt, warten in einem Verhandlungssaal im Landgericht auf den Beginn der Verhandlung.
Sebastian Seusing (r), Imker und Georg Buchholz, Rechtsanwalt, warten in einem Verhandlungssaal im Landgericht auf den Beginn der Verhandlung. Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Frankfurt (Oder) - Im Prozess um die Schadenersatzklage eines Brandenburger Imkers gegen ein Agrarunternehmen wegen des Einsatzes von Glyphosat ist noch keine Entscheidung gefallen. Das Landgericht Frankfurt (Oder) setzte einen Termin zur Verkündung der Entscheidung für den 14. September fest, wie eine Sprecherin am Dienstag mitteilte. Von einer Urteilsverkündung wollte sie zunächst nicht sprechen. Möglich sei auch, dass eine weitere Beweisaufnahme in dem Verfahren angeordnet werde. Bei dem Verhandlungstag am Dienstag sei mit den Parteien noch die Sach- und Rechtslage erörtert worden.

Der Imker fordert in dem Prozess Schadenersatz für verunreinigten Honig, weil das Agrarunternehmen das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat eingesetzt hatte, das zur Unkrautbekämpfung verwendet wird. „Unsere Auffassung ist, dass Imkerei und Honigproduktion zur Landwirtschaft dazugehört und dass die Landwirtschaft so betrieben werden muss, dass keine Beieinträchtigung für Lebensmittel entsteht“, sagte sein Anwalt Georg Buchholz nach dem Verhandlungstermin.

Der Imker hatte im Frühjahr 2019 seine Bienenkästen neben einer vom Agrarunternehmen bewirtschafteten Fläche aufgestellt. Ende April 2019 behandelte das Unternehmen die Fläche mit glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln. Den glyphosatbelasteten Nektar beziehungsweise die belasteten Pollen trugen die Bienen in den Bienenstock. Wachs und Honig mussten vernichtet werden.