Ramelow will gesamtdeutsche Debatte zu Rechtsextremismus

Von dpa 03.06.2021, 06:39
Bodo Ramelow (Linke), Ministerpräsident von Thüringen.
Bodo Ramelow (Linke), Ministerpräsident von Thüringen. Swen Pförtner/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin - In der jüngsten Diskussion um Rechtsextremismus in Ostdeutschland hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow eine gesamtdeutsche Debatte gefordert. „Man kann sich im Westen nicht zurücklehnen und sagen: Die Ostdeutschen wählen doof“, sagte der Linke-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es gebe da aber ein Thema, „davor kann man sich nicht drücken“. So habe bereits der erste sogenannte Thüringen-Monitor vor 20 Jahren „sichtbar gemacht, dass 25 Prozent der Befragten eine gewisse Diktatur-Affinität hatten“. Dieser Wert habe sich seither kaum verändert.

Rechtsextremistische Tendenzen habe es vor und nach 1989 im Westen ebenfalls immer wieder gegeben, so in Bayern oder Baden-Württemberg. Man dürfe beides „nicht aus dem Blick verlieren“, sagte Ramelow.