Randalierer legt Spielothek lahm - über 200.000 Euro Schaden

Ein Mann stürmt mit einem Metallgegenstand in eine Spielothek und schlägt auf die Spielgeräte ein. Stunden zuvor saß er noch als Gast an den Automaten. Die Polizei sieht hier einen möglichen Zusammenhang.

Von dpa
Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen mit Blaulicht.
Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen mit Blaulicht. Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Wismar - Die Polizei in Wismar fahndet nach einem flüchtigen rabiaten Glücksspieler. Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag sagte, zersörte der Gesuchte am Mittwochabend große Teile der Glücksspielautomaten und Teile des Inventars in der Spielothek in der Hansestadt. Nach bisherigen Ermittlungen soll der etwa 30 Jahre alte Mann abends mit einem Metallgegenstand, vermutlich einer Stange, in die Spielhalle in der Altstadt gestürmt sein und dort herumrandaliert haben. Der Schaden wird auf mehr als 200.000 Euro geschätzt. Der Täter flüchtete.

Die Hallenaufsicht, eine Angestellte, habe den Angreifer davon nicht abhalten können, sei aber unverletzt geblieben. Ob sich noch weitere Gäste dort aufhielten und spielten, war zunächst nicht klar. Die Ermittlungen hätten aber ergeben, dass sich derselbe Mann schon am Mittwochnachmittag als Kunde in der Spielothek augehalten und dort gespielt hatte.

Es sei möglich, dass dies mit dem späteren Angriff zusammenhängen könnte: „Der Mann könnte frustriert gewesen sein“, sagte die Sprecherin. So einen Fall habe es in Wismar noch nie gegeben.

Nun laufe die Sichtung der nötigen Videoaufnahmen, wovon man sich Hinweise auf den Verdächtigen erhoffe. Die Spielothek werde vorerst wohl nicht öffnen.