Regionalliga Nord: Lübeck-Derby und Hamburger Geheimfavorit

Von dpa

Hamburg/Kiel - Nach langer Pause greift die Fußball-Regionalliga Nord in den Punktspielbetrieb ein. 22 Mannschaften starten an diesem Wochenende in zwei Staffeln. Der Meistertitel berechtigt allerdings nicht zum direkten Aufstieg: Der Champion 2021/22 muss sich anschließend gegen den Meister der Regionalliga Nordost durchsetzen.

Der VfB Lübeck hat sein einjähriges Abenteuer in der 3. Liga unfreiwillig beendet und spielt wieder in der Regionalliga. Damit kommt es in der Nord-Staffel zum ersehnten Derby zwischen dem VfB und Phönix Lübeck. Erstmals seit 1974 treffen die Clubs in einem Punktspiel aufeinander. Aus dem Drittligakader des VfB sind lediglich drei Spieler verblieben.

Lange ist es her, dass die letzte reguläre Regionalliga-Partie gespielt wurde. Am 8. März 2020, also vor 17 Monaten, trennten sich Eintracht Norderstedt und Weiche Flensburg 0:0. Im Herbst 2020 fanden unter Corona-Bedingungen zwar elf Spieltage statt, doch da einige Mannschaften in Quarantäne mussten und so ein schiefes Tabellenbild entstand, wurden diese Spiele später annulliert.

In beiden Staffeln werden Hin- und Rückspiele ausgetragen. Nach 20 Partien pro Team bilden die jeweils besten Fünf aus dem Süden (Niedersachsen/Bremen) und dem Norden eine neue Liga. Nur die Punkte werden mitgenommen, die man gegen die Konkurrenten gewonnen hat.

Die restlichen zwölf Mannschaften tragen im Frühjahr die Abstiegsrunde aus. Gespielt wird dann allerdings nur noch gegen die Vereine aus der jeweils anderen Staffel, möglichst zweimal, also nochmals zehn Partien. Mindestens fünf Vereine steigen am Saisonende in die Oberliga ab.

Mit Interesse wird auf den Hamburger Verein Teutonia 05 geblickt. Mit dem neuen Trainer Dietmar Hirsch und 16 hochkarätigen Zugängen ist Teutonia ein Geheimfavorit und will den Aufstieg in Angriff nehmen. Weitere Anwärter auf die Aufstiegsrunde: Flensburg, Norderstedt, Holstein Kiel II, St. Pauli II und SV Drochtersen/Assel.