Regionalmanagement begleitet Entwicklung im Tesla-Umfeld

Von dpa 02.06.2021, 18:42

Potsdam - Unternehmen, die sich im Tesla-Umfeld ansiedeln wollen, haben künftig einen zentralen Ansprechpartner. Ein neu eingesetztes Regionalmanagement Oderland-Spree will die Entwicklung im Umfeld der Fabrik des US-Elektroautobauers begleiten und die Region wirtschaftlich mit voranbringen. Eine entsprechende Webseite wurde eingerichtet und am Mittwoch vorgestellt. Ein Schwerpunkt sei die Entwicklung von Gewerbe -und Industrieflächen, etwa für die Ansiedlung von Zulieferbetrieben, wie Rainer Schinkel, Beigeordneter des Landkreis Märkisch- Oderland und Mitglied der kommunalen Arbeitsgemeinschaft auf einer Onlineveranstaltung am Mittwoch sagte. Unter anderem werde bei den Gemeinden dafür geworben, Gewerbeflächen auszuweisen. Das Managementprojekt soll drei Jahre laufen.

Tesla will in Grünheide jährlich rund 500 000 Exemplare der kompakten Fahrzeugreihen Model 3 und Model Y bauen. Bei einem Besuch in Grünheide Mitte Mai hatte Tesla-Chef Elon Musk das Jahresende als Termin für den Start der Produktion genannt.

Mit der Ansiedlung der Tesla-Fabrik in Grünheide (Oder-Spree) bei Berlin wächst der Bedarf an Wohn- und Gewerbeflächen erheblich. Das Infrastrukturministerium hat deshalb ein Konzept zur Entwicklung des Umfeldes von Tesla erarbeitet. Mit Blick auf den Zuzug von Menschen wurden 3000 potenzielle Flächen für den Wohnungsbau und 286 für die gewerbliche Nutzung ausgemacht. Für die Schaffung von neuem Wohnraum könnten mehr als 900 Hektar Bauflächen kurz- bis mittelfristig zur Verfügung stehen. Darauf könnten dann über 40 000 zusätzliche Wohnungen entstehen.

Die Ansiedlung des US-Unternehmens sei eine Chance für die gesamte Region, allerdings sei es im Zeitalter der Tesla-Geschwindigkeit auch eine Herausforderung, betonte Gundula Teltewskaja, Beigeordnete des Landkreises Oder-Spree. Es gebe viel zu wenig Gewerbeflächen, wie das erstellte Konzept des Infrastrukturministeriums zeige. Das Regionalmanagement wolle Kommunen dabei konkret unterstützen.

Die Landkreise Märkisch-Oderland und Oder-Spree, die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) sowie die Euroregion Pro Europa Viadrina hatten gemeinsam mit der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree die Beantragung eines solchen Managements beschlossen, um die Kommunen und Unternehmen bei den Herausforderungen der zu erwartenden dynamischen Entwicklung in der Region zu unterstützen.