Rot-Grün will Hamburgs Hochwasserschutz überprüfen

Von dpa
Dirk Kienscherf spricht in der Hamburger Bürgerschaft.
Dirk Kienscherf spricht in der Hamburger Bürgerschaft. Marcus Brandt/dpa/Archivbild

Hamburg - Angesichts der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz soll in Hamburg die Regenwasser- und Warninfrastruktur überprüft werden. Das sieht ein gemeinsamer Antrag der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen für die Bürgerschaft vor, wie die Fraktionsvorsitzenden Dirk Kienscherf und Dominik Lorenzen am Dienstag mitteilten. Es müsse eine Bestandsaufnahme vorgenommen und hinterfragt werden, „wo es weitere Potenziale zur Risikominimierung gibt“, sagte Kienscherf.

Hamburg habe bereits viele Maßnahmen wie die Entsiegelung von Flächen, die Renaturierung von Wasserläufen und den Ausbau der Entwässerungssysteme auf den Weg gebracht. Die Stadtplanung müsse die Risiken berücksichtigen. „Hamburg soll eine Schwammstadt werden, die bei Starkregen Wasser aufnimmt und verzögert abgeben kann.“

Die Katastrophe mache „einmal mehr deutlich, wie dringend nötig Klimaanpassungsmaßnahmen sind, um sich strategisch auf die wachsenden Herausforderungen von Extremwetterereignissen einzustellen, die auch in Hamburg immer häufiger stattfinden“, betonte Lorenzen. „Wir werden nun zügig einen gemeinsamen Antrag auf den Weg bringen, mit dem wir aktuell abfragen, wie Hamburg für Starkregen- und Hochwasserereignisse aufgestellt ist, wo noch nachgesteuert werden muss und auf welchen Wegen sich Bürger*innen in Notfällen informieren können.“