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Rund eine halbe Million Westdeutsche sind seit der Wiedervereinigung nach Thüringen gezogen

Seit 1990 sind knapp eine halbe Million Menschen aus den westdeutschen Bundesländern nach Thüringen gezogen.

01.10.2021, 14:35
Ein Blick über Erfurt, die Hauptstadt Thüringens. Rund eine halbe Million Menschen sind nach der Wiedervereinigung aus Westdeutschland nach Thüringen gezogen.
Ein Blick über Erfurt, die Hauptstadt Thüringens. Rund eine halbe Million Menschen sind nach der Wiedervereinigung aus Westdeutschland nach Thüringen gezogen. Foto: picture alliance/dpa/Symbol/Jens Kalaene

Erfurt/dpa - Wie das Statistische Landesamt am Freitag in Erfurt mitteilte, kamen rund 550 000 Menschen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Saarland und Berlin nach Thüringen. Auch 31 Jahre nach der Wiedervereinigung habe es noch immer mehr Menschen aus Thüringen in die sogenannten alten Bundesländer gezogen als umgekehrt.

Mit rund 860 000 Frauen und Männern, die den Freistaat seit der Wende Richtung eines dieser elf Bundesländer verlassen haben, liegt der Überschuss bei rund 310 000 Personen.

Die meisten Menschen kamen seit 1991 aus dem benachbarten Bayern (24,6 Prozent), am wenigsten zog es Bremerinnen und Bremer in den Freistaat (0,6 Prozent). Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Fortzügen: Die meisten Thüringerinnen und Thüringer zogen nach Bayern (27,1 Prozent). Die wenigsten zog es ins Saarland (0,6 Prozent). Zahlen zur Migration zwischen Thüringen und den anderen Ost-Ländern wurden in dieser Statistik nicht ausgewiesen.