Sachsen: Ressourcen im Kampf gegen Schweinepest aufstocken

Von dpa 05.07.2021, 14:30
Wildschweine sind nach einer Treibjagd als Strecke ausgelegt.
Wildschweine sind nach einer Treibjagd als Strecke ausgelegt. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Dresden - Sachsen will seine Ressourcen im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausbauen. Demnächst befasse sich das Kabinett mit weiteren Maßnahmen, teilte das Sozialministerium am Montag in Dresden mit: „Dabei geht es auch um personelle und finanzielle Aufstockung der Kapazitäten, um die betroffenen Landkreise weiter zu unterstützen.“ Details wurden nicht genannt.

„Die Bekämpfung der ASP ist eine langwierige Aufgabe. Der Freistaat Sachsen hat die nötigen Maßnahmen ergriffen, um den Seuchendruck aus Polen zu lindern und das Infektionsgebiet einzugrenzen. Bisher konnte ein Eintrag in Hausschweinebestände verhindert werden“, erklärte das Ministerium und verwies auf bereits getroffene Maßnahmen wie Schutzzäune und den Abschuss von Wildschweinen.

Am Sonntag hatte sich Sachsens Agrarminister über die Entwicklung „hochbesorgt“ gezeigt. Die Zahl der bestätigten ASP-Fälle hatte sich in Sachsen in den vergangenen vier Monaten etwa verdoppelt. Bis Ende Juni wurden solche 267 Fälle registriert. Die hochansteckende Infektionskrankheit, an der rund 97 Prozent der infizierten Tiere sterben, tritt derzeit nur bei freilebenden Wildschweinen auf.

Der Görlitzer Landrat Bernd Lange (CDU) hatte am Montag in einem MDR- Beitrag zu ASA mehr Hilfe von Bund und dem Land Sachsen gefordert. Die Belange des Landkreises, der Landwirte und der Jäger in den betroffenen Gebieten würden ignoriert, Ideen und Vorschläge aus der Region zur Bekämpfung der Seuche von den zuständigen Stellen ignoriert: „Wir beißen mit unseren Ansichten auf Granit und als Ausrede wird immer die EU genannt (...) Der Bund ist in Sachen Schweinepest ein Totalausfall“, wurde Lange zitiert.