Sachsens Wetter im Juli: zu warm und zu regenreich

Von dpa
Dunkle Regenwolken ziehen auf.
Dunkle Regenwolken ziehen auf. Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Offenbach - Der Juli ist in diesem Jahr in Sachsen zu warm und vor allem zu regenreich ausgefallen. Wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach in seiner Monatsbilanz am Freitag mitteilte, war es mit 125 Liter je Quadratmeter verglichen mit den 69 Litern des langjährigen Mittelwertes viel zu feucht. Im Erzgebirge wurden teilweise sogar mehr als 200 Liter je Quadratmeter gemessen. Die Mitteltemperatur lag mit 18,4 Grad noch gut einen Grad über dem Langzeitschnitt von 17,5 Grad. In Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge war es mit 4,3 Grad am 21. Juli deutschlandweit am kältesten. Die Sonne schien an rund 200 Stunden. Das Mittel liegt bei 210 Stunden.

Auch bundesweit fiel in diesem Monat mit im Mittel rund 110 Liter pro Quadratmeter mehr Niederschlag als gewöhnlich. Laut DWD sind das knapp 40 Prozent mehr als im Schnitt der Referenzperiode 1961 bis 1990. Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 lag das Plus bei fast 25 Prozent. Es war aber auch etwas zu warm und zu wenig sonnig. Der Temperaturdurchschnitt lag im Juli 2021 mit 18,3 Grad um 1,4 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990.

Sommerfeeling kam vor allem in den östlichen Bundesländern auf. Dort zählte man die meisten warmen Tage. Brandenburg schaffte im Flächenmittel zwei bis drei Tage mit Höchstwerten von über 30 Grad. Der Tageshöchstwert aber kommt aus Bayern und wurde am 6. Juli mit 32,8 Grad in Rosenheim gemessen.