Sächsische Ingenieure entwickeln Wasserstoff-Straßenbahn

Von dpa
Prototyp des Coradia iLint Wasserstofftriebzuges von Alstom.
Prototyp des Coradia iLint Wasserstofftriebzuges von Alstom. Christoph Busse/Alstom/dpa/Archivbild

Dresden/Bautzen/ Leipzig - Aus Sachsen soll die nächste Wasserstoff-Innovation kommen: An mehreren Standorten im Freistaat sollen Straßenbahnen ohne schädlichen Emissionen auf die Gleise gebracht werden. So erhält die Straßenbahnmanufaktur HeiterBlick in Leipzig mit ihren Partnern für den Bau des ersten Prototyps vom Bund Fördergeld in Höhe von 2,1 Millionen Euro. Die Schienenfahrzeugbauer des französischen Konzerns Alstom mit Werken in Bautzen und Görlitz haben die Zukunftstechnologie bereits in einem Wasserstoff-Zug verbaut.

Die Vision: Straßenbahnen ohne Oberleitungen und CO2-Ausstoß - stattdessen eine Bahn mit Brennstoffzellenantrieb. „Interessant wird die Technologie, wenn Straßenbahnen über das ursprüngliche Netz hinausfahren und Außenbezirke neu an die Straßenbahn angebunden werden sollen“, sagt Verkehrswissenschaftler Arnd Stephan von der TU Dresden. „Grüner Wasserstoff“ gilt als ein Baustein für die Energiewende. Der erste Prototyp aus Leipzig soll in vier Jahren durch die ersten Städte rollen.