Sanierte Görlitzer Synagoge als Kulturforum wiedereröffnet

Von dpa 12.07.2021, 18:13
Blick in den Kuppelsaal der Synagoge während der Wiedereröffnung.
Blick in den Kuppelsaal der Synagoge während der Wiedereröffnung. Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Görlitz - Mit einem Bekenntnis zu Offenheit und Toleranz ist am Montag nach rund 30 Jahren Sanierung die Görlitzer Synagoge als Kulturforum wiedereröffnet worden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) warnte in ihrer Ansprache vor Antisemitismus. „Das Wiederaufblühen jüdischer Kultur ist das größte Geschenk der deutschen Nachkriegsgeschichte“. Sie hoffe, dass dieser Ort das Verantwortungsbewusstsein der Besucher schärfe.

Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) nannte die Sanierung eine „unglaubliche Geschichte und ein starkes Zeichen“. Die Europastadt Görlitz stehe für Religionsfreiheit, Offenheit und Toleranz. Die Synagoge solle zu einem Haus der Begegnung und einem Ort werden, der nachhaltig europäische Verständigung lebt.

Die Sanierung der Synagoge kostete rund 12,6 Millionen Euro. Der Bund steuerte 2,8 Millionen Euro bei. Ursu zufolge soll im kommenden Jahr wieder der Davidstern auf der Kuppel glänzen. In der kleinen Wochentagssynagoge gibt es auch künftig wieder Gottesdienste.