Schuldenuhr in Niedersachsen zurückgesetzt: Weniger Kredite

Von dpa
Die Schuldenuhr für Niedersachsen und Bremen.
Die Schuldenuhr für Niedersachsen und Bremen. Christophe Gateau/dpa/archivbild

Hannover - Der Bund der Steuerzahler hat die niedersächsische Schuldenuhr um einen Betrag von 641 Millionen Euro zurückgestellt. Das Land Niedersachsen habe die 2020 vom Landtag gebilligten milliardenschweren Corona-Kredite nicht vollends benötigt, teilte der niedersächsische BdSt-Vorsitzende Bernhard Zentgraf am Donnerstag mit.

„Die Schuldenanzeige wird damit die symbolische 70-Milliarden-Euro-Schallmauer vorerst nicht durchbrechen. Das ist ein positives Signal für die Rückkehr zu soliden Landesfinanzen nach der Krise“, sagte Zentgraf. Es komme nicht häufig vor, dass eine Regierung einmal vom Parlament bewilligte Kredite verfallen lasse.

Die Schuldenuhr zeigte am Donnerstagvormittag einen Stand von 69,988 Milliarden Euro. Sie konnte auf 69,347 Milliarden Euro zurückgestellt werden. Gleichwohl „tickt“ die Schuldenuhr weiter mit einem Zuwachs von 35 Euro pro Sekunde. Dieser Zuwachs bildet nach Angaben des Bundes der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen die diesjährige Nettokreditaufnahme von 1,118 Milliarden Euro ab. Im Krisenjahr 2020 raste die Schuldenuhr den Angaben zufolge noch mit 278 Euro pro Sekunde.