Schule: Neuköllns Gesundheitsstadtrat will Präsenzunterricht

Von dpa
Ein Schüler meldet sich während einer Mathestunde im Präsenzunterricht.
Ein Schüler meldet sich während einer Mathestunde im Präsenzunterricht. Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Berlin - Neuköllns Gesundheitsstadtrat Falko Liecke hat sich für eine weitere Öffnung der Schulen ausgesprochen. „Jeder Tag Präsenzunterricht ist ein guter Tag für die Bildung und die soziale Chancengleichheit“, teilte er am Mittwoch mit. „Der Senat macht es sich zu einfach, organisatorische Gründe für den Verbleib im Ausnahmezustand vorzuschieben.“

Der CDU-Politiker sagte, Kinder hätten ein Recht auf Schule und Familien ein Recht auf Normalität. „Das gilt für alle Familien in dieser Stadt und umso mehr für Familien, die aufgrund ihrer sozialen Lage, ihrer noch immer fehlenden technischen Ausstattung und beengter Wohnverhältnisse besonders betroffen sind.“ Die Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen seien richtig gewesen, so Liecke. „Sie sobald es geht zurückzunehmen, ist es auch. "Es lohnt sich nicht" ist das denkbar schlechteste Argument gegen die Öffnung der Schulen.“

Nach Angaben der Bildungsverwaltung soll es bis zu den Sommerferien beim Wechselunterricht bleiben. Dabei werden die Lerngruppen geteilt, die Schülerinnen und Schüler lernen im Wechsel in der Schule und zu Hause. Der Senat hat in dem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die Sommerferien in Berlin deutlich früher beginnen als in vielen anderen Bundesländern.

In Berlin ist die Sieben-Tage-Inzidenz nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen auf 39,3 gesunken. Am Dienstag hatte der Wert erstmals seit Oktober vergangenen Jahres den politisch wichtigen Schwellenwert von 50 unterschritten.