Schule: Siegesmund und Voigt für Beibehalten der Testpflicht

Von dpa
Anja Siegesmund (Bündes 90/Die Grünen), Umweltministerin in Thüringen.
Anja Siegesmund (Bündes 90/Die Grünen), Umweltministerin in Thüringen. Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Erfurt - Thüringens Vize-Ministerpräsidentin Anja Siegesmund (Grüne) hat sich für das Beibehalten der Testpflicht an Schulen ausgesprochen. Es müsse oberste Priorität haben, Eltern und Kinder zu schützen und „wieder einen geregelten Schulalltag zu ermöglichen“, erklärte Siegesmund am Dienstag in Erfurt. „Dafür sind flächendeckende Impfangebote so wichtig wie weiterhin verpflichtende Tests an den Schulen.“

Zuvor hatten Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) und Bildungsstaatssekretärin Julia Heesen mehrmals angedeutet, von der de facto bestehenden Testpflicht für Schüler abrücken zu wollen. Bisher gibt es ein Betretungsverbot an Schulen für Menschen, die sich nicht testen lassen wollen. Ob die Testpflicht bleibt oder nicht, steht noch nicht fest und wird sich mit dem Inkrafttreten einer neuen Corona-Verordnung kommende Woche entscheiden.

„Ich plädiere für ein Beibehalten der Testpflicht an Schulen, wie es auch in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen oder Sachsen-Anhalt und anderen Ländern praktisch gehandhabt werden soll. Zusätzlich sollte das Familienimpfangebot verstetigt werden“, forderte Siegesmund, die in Thüringen auch Umweltministerin ist.

Auch der CDU-Fraktionschef Mario Voigt warnte davor, die Testpflicht „leichtfertig“ aufzugeben. „Tests helfen, Corona in Schach zu halten, dort wo viele Menschen zusammenkommen. Die Schule ist so ein Ort, noch dazu einer, in dem längst nicht jeder geimpft ist“, erklärte Voigt. Daher sei es sinnvoll, die Testpflicht an Schulen aufrechtzuerhalten.