Schulessen-Förderung für 31 Schulen

Über ein Förderprogramm soll die Qualität des Schulessens angehoben werden. Doch wegen der Corona-Pandemie steht nun weniger Geld zur Verfügung als geplant. Bei 31 teilnehmenden Schulen ist Schluss.

Von dpa
Eine Küchenhelferin legt an einer Gesamtschule ein Stück Fisch auf einen Teller eines Schülers.
Eine Küchenhelferin legt an einer Gesamtschule ein Stück Fisch auf einen Teller eines Schülers. Alexander Körner/dpa/Symbolbild

Erfurt - In Thüringen erhalten in diesem Jahr 31 Schulen Zuschüsse vom Land zur Qualitätssteigerung des Schulessens. Das sind 19 mehr als im Jahr 2019, als nur zwölf Schulen teilnahmen, wie das Verbraucherschutzministerium auf Anfrage mitteilte. Doch damit soll die maximale Anzahl an teilnehmenden Schulen auch erreicht sein. Zwar sei per Verpflichtungsermächtigung gesichert, dass die Schulen noch bis 2024 von dem Programm profitierten. „Weitere Schulen können hingegen nicht mehr gefördert werden“, heißt es vom Verbraucherschutzministerium.

Auch steht für das Programm deutlich weniger Geld zur Verfügung: Statt der ursprünglich veranschlagten 4,5 Millionen Euro sind es in diesem Jahr nur noch zwei Millionen Euro - und damit weniger als die Hälfte.

Grund: Wegen der Corona-Pandemie ist das Geld knapp. „Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie waren im Zuge der Haushaltsaufstellung für das Jahr 2021 weitreichende Einsparungen erforderlich“, so das von Justiz- und Verbraucherschutzminister Dirk Adams (Grüne) geführte Ministerium.

Das Förderprogramm für Schulessen war im Jahr 2018 noch unter dem damaligen Verbraucherschutzminister Dieter Lauinger (Grüne) ins Leben gerufen worden. Pro Portion gibt das Land 1,30 Euro dazu. Werden ausschließlich Bio-Produkte verwendet, sind es 1,80 Euro Zuschuss. Ziel ist eine Qualitätssteigerung des Schulessens. Auch Geld für die Verbesserung der Ästhetik der Mensen und Essensräume kann beantragt werden.

Mit dem Programm sollten auch die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zur Schulverpflegung umgesetzt werden. Diese sehen unter anderem vor, dass täglich Gemüse, aber nur maximal zwei Mal pro Woche Wurst oder Fleisch auf die Teller der Schüler kommen sollten. Außerdem wird ein helles, freundliches Ambiente im Speisesaal empfohlen.