Schulexpertin Stöver: Schulen unbedingt corona-sicher machen

Von dpa
Birgit Stöver (CDU) spricht.
Birgit Stöver (CDU) spricht. Georg Wendt/dpa/Archivbild

Hamburg - Rund vier Wochen vor dem Ende der Sommerferien hat die CDU-Opposition in der Hamburgischen Bürgerschaft den Senat aufgefordert, die Schulen möglichst corona-sicher zu machen. „Es muss unter allen Umständen verhindert werden, dass der Präsenzunterricht an Hamburgs Schulen im kommenden Herbst erneut ausgesetzt wird“, sagte die CDU-Schulexpertin Birgit Stöver am Dienstag. Da dürfe es keine Tabus geben. „Jede Maßnahme, die dazu beitragen kann, das Infektionsrisiko in der Schule zu senken, muss ernsthaft geprüft werden.“

Dazu gehöre zunächst die von Schulsenator Ties Rabe (SPD) bereits angekündigte Fortsetzung der Testpflicht. Statt der Schnelltests könnten vermehrt sogenannten Lolli- oder Gurgeltests genutzt werden, die per PCR ausgewertet werden könnten. „Zudem sollte die Testpflicht unbedingt auch auf Vorschulkinder ausgeweitet werden“, sagte Stöver.

Stöver forderte die Schulbehörde zudem auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben und mobile Raumluftfilter in den Klassenzimmern einzusetzen. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema und das Vorlegen einer Kosten-Nutzen-Analyse sei das Mindeste, was man erwarten könne. „Stattdessen erlebe ich immer wieder, dass durchdachte Vorschläge von gut informierten Eltern brüsk von der Schulbehörde abgewiesen werden unter Bezugnahme auf veraltete Empfehlungen“, klagte Stöver.

Auch wenn es noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Impfung von Kindern ab zwölf Jahren mit dem Impfstoff Biontech/Pfizer gebe, sollten Impfungen dennoch angeboten werden. „Jede Familie muss für sich selbst entscheiden können, ob sie eine Impfung für ihre Kinder möchte.“ Dafür müsse der Senat noch in den Sommerferien im Impfzentrum ein Angebot machen, forderte Stöver.