Schwarze Kasse? Korruptionsvorwürfe auf dem Flugplatz

Von dpa 30.07.2021, 13:08
Der Schriftzug „Polizei“ steht auf einem Streifenwagen.
Der Schriftzug „Polizei“ steht auf einem Streifenwagen. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Trebbin - Wegen Korruptionsverdacht sind fünf ehemalige Mitarbeiter des Flugplatzes Schönhagen südwestlich von Berlin in den Fokus der Staatsanwaltschaft in Neuruppin geraten. „Wir haben ein Ermittlungsverfahren eröffnet“, sagte Frank Winter, Leiter der Schwerpunktabteilung Korruption, am Freitag auf Anfrage. Die Ermittlungen laufen demnach wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Zunächst hatte die „B.Z.“ über die Vorwürfe berichtet.

Die laut Arbeitsgericht Potsdam inzwischen gekündigten Mitarbeiter, die im Turm des Flugplatzes und im Bodendienst eingesetzt waren, sollen Geld angenommen haben, obwohl sie das als Amtsträger nicht dürfen, so der Vorwurf. Es sei eine schwarze Kasse gefunden worden, woraufhin die Geschäftsführung die Flugleiter angezeigt habe, sagte Winter. Nach dpa-Informationen handelt es sich um einen Betrag in Höhe von 1200 Euro.

Bei dem aufgefundenen Geld handle es sich um eine Trinkgeldkasse des Bodendienstes, sagte Jonas Dalby, der Anwalt der Mitarbeiter. Gegen ihre Kündigung gehen die Mitarbeiter nach Angaben des Arbeitsgerichts Potsdam derzeit gerichtlich vor.