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Schwesig: Männer haben Merkels Bindungskraft unterschätzt

Von dpa
Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin und SPD-Spitzenkandidatin für Mecklenburg-Vorpommern, spricht.
Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin und SPD-Spitzenkandidatin für Mecklenburg-Vorpommern, spricht. Danny Gohlke/dpa

Berlin - Aus Sicht von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat die CDU die Lücke unterschätzt, die der politische Abschied von Angela Merkel hinterlässt. „Die Männer in der CDU haben Angela Merkels große Bindungskraft von Wählerinnen und Wählern komplett unterschätzt“, sagte die SPD-Politikerin der „Rheinischen Post“. „Die Lücke, die Angela Merkel reißt, kann die CDU nicht überzeugend füllen.“

Schwesig sieht dem Bericht zufolge bei der Union nach 16 Jahren Kanzlerschaft Merkels Parallelen zur Lage der SPD nach der Amtszeit von Gerhard Schröder im Kanzleramt. „Ich glaube, dass die CDU lange mit sich selbst beschäftigt sein wird. Auch die SPD musste die Erfahrung machen, sich als Volkspartei neu aufzustellen.“

Die Union war in den vergangenen Wochen in den Umfragen zur anstehenden Bundestagswahl abgerutscht, die SPD hatte sie überholt und liegt derzeit vorn. Am Tag der Bundestagswahl in zwei Wochen wird in Mecklenburg-Vorpommern auch der Landtag neu gewählt.