Sellering begrüßt Einigung zu Nord Stream 2

Von dpa

Schwerin - Der Vorstandsvorsitzende der maßgeblich von Nord Stream 2 finanzierten Stiftung Klima- und Umweltschutz MV, Erwin Sellering, hat die Einigung zur Fertigstellung der Gas-Pipeline begrüßt. „Es stärkt die Souveränität Deutschlands, wenn wir uns nicht vorschreiben lassen, von wem wir Gas kaufen müssen. Und es stärkt unseren Rechtsstaat, wenn jetzt das unüberlegte Gerede davon aufhört, man könne diese mit allen Genehmigungen versehene Pipeline einfach so verbieten, um den USA zu Willen zu sein“, heißt es in einer am Donnerstag verbreiteten Erklärung des früheren Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern.

Sellering hatte sich während seiner Amtszeit massiv für den Bau der zweiten Gas-Trasse durch die Ostsee eingesetzt und später die Gründung der Umwelt-Stiftung mit vorangetrieben, mit deren Hilfe auch US-Sanktionen gegen den Pipeline-Bau umgangen werden sollten. „Für unseren wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, dessen Aufgabe es ist, bei der Vollendung der Pipeline mit zu helfen, hat es nur noch geringe Bedeutung, weil die Pipeline mit unserer Hilfe fast fertig ist. Und was unsere Arbeit für den allgemeinen Klimaschutz angeht, hören jetzt ja vielleicht die sinnlosen Anfeindungen auf und wir können hier im Land konstruktiv zusammenarbeiten bei diesem wichtigen Thema“, erklärte Sellering weiter.

Die Stiftung war zu Beginn des Jahres gegründet und vom Land mit 200 000 Euro Kapital ausgestattet worden. Wichtigster Finanzier ist aber die Nord Stream 2 AG, die laut Landesregierung zunächst 20 Millionen Euro für Umweltprojekte zugesichert hat. Mehrere Umweltverbände kritisieren die Stiftung, weil sie dabei helfe, Erdgas nach Deutschland zu bringen und so die Energiewende von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind verzögere.