Senat denkt über Tanzmöglichkeiten im Freien nach

Von dpa
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher spricht in der Hamburgischen Bürgerschaft.
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher spricht in der Hamburgischen Bürgerschaft. Marcus Brandt/dpa/archivbild

Hamburg - Nach den Polizeieinsätzen gegen Tausende feiernde Menschen in Hamburger Parks überlegt der Senat, Tanzveranstaltungen im Freien zu erlauben. „Wir denken darüber nach. Es ist möglich, dass wir das in einem weiteren Öffnungsschritt auch für Hamburg vorsehen“, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag auf eine Frage zur Öffnung der Außenbereiche von Clubs.

Tschentscher fügte aber mit Blick auf die Corona-Pandemie hinzu: „Wir müssen betonen, dass wir noch nicht am sicheren Ufer sind.“ Er verwies auf die steigende Inzidenz in Großbritannien und die Abriegelung der portugiesischen Hauptstadt Lissabon am vergangenen Wochenende wegen der als ansteckender geltenden Delta-Virusvariante.

Am vergangenen Wochenende hatte sich bei hochsommerlichen Temperaturen Tausende Menschen im Hamburger Stadtpark versammelt und gefeiert. Im Laufe des Abends sei die Stimmung aggressiver geworden, teilte die Polizei mit. Vergeblich hätten die Beamten versucht, größere Gruppen aufzulösen und schließlich den ganzen Park geräumt. Dabei wurde von einigen Feiernden Pyrotechnik gezündet und Flaschen geworfen. „Wir haben jetzt am Wochenende bei diesem sehr günstigen sommerlichen Wetter Entwicklungen gehabt an einigen Orten der Stadt, die einfach nicht in Ordnung waren“, sagte Tschentscher.

Trotz einer Sieben-Tage-Inzidenz von 10,0 (Dienstag) sind laut Hamburger Corona-Verordnung weiterhin „Tanzlustbarkeiten“ untersagt.